Feuer Symbolbild der blaulichtSMS die Zusatzalarmierung via Alarm App für Feuerwehr Rettung THW Bergwacht und Co

Die moderne Infrastruktur einer Feuerwehr – Teil 3: Lösungen für die Einsatzführung

Die Alarmierung der Einsatzkräfte wurde ausgelöst und die jeweiligen Kräfte bereiten sich umgehend auf den Einsatz vor. Sie begeben sich zu ihrer Wache, ziehen ihre Schutzkleidung an und rücken aus. Schon jetzt beginnt die Arbeit der Einsatzleiter:In, um den Einsatz in der Durchführung optimal zu koordinieren. Dafür stehen neben den analogen Hilfsmitteln mittlerweile viele digitale Lösungen zur Verfügung.

Die Einsatzkräfte finden sich in der Wache ein. Noch während sie sich zu ihren Fahrzeugen begeben, können sie einen ersten Blick auf den Einsatzmonitor werfen und erhalten weitere Informationen zu dem bevorstehenden Einsatz. Auch in den Fahrzeugen sind sie mit Monitoren ausgestattet und erhalten während der Anfahrt bereits weitere Informationen vom Einsatzleiter, der bereits mit dem Einsatzleitwagen vor Ort angekommen ist und die Lage sichtet. Das Feuer hat mittlerweile auch einige kleine Bäume und Sträucher in Brand gesetzt, der Schuppen brennt lichterloh und auch das Lagerfeuer selbst stellt durch den starken Funkenflug nach wie vor eine Gefahr dar. Glücklicherweise konnten bereits alle Personen aus der direkten Gefahrenzone gebracht werden. Die Verletzten warten nun auf eine Versorgung und der Brand muss gelöscht werden. Den Ablauf des Einsatzes koordiniert die Einsatzleiterin, die in diesem Fall von einer digitalen Lösung zur Einsatzführung unterstützt wird. 

Ablauf der Einsatzführung

Im allerersten Moment sind die Rückmeldungen der Einsatzkräfte beispielsweise über die blaulichtSMS App eine wertvolle Information für die Einsatzleitung, um direkt über die verfügbaren Kapazitäten informiert zu sein und Funktionen zuteilen zu können. Hinzu kommen Informationen zu Einsatzmitteln, zur Wetterlage, Wasserentnahmestellen und dann geht es direkt zu den weiterführenden Informationen zu Anfahrtswege und weitere räumlichen Einsatzinformationen. Das alles passiert noch vor oder während der Anfahrt zum Einsatzort. 

Beim Eintreffen vor Ort wird direkt die Lage auf Sicht erfasst. Gegebenenfalls steht nun zuerst eine Absprache mit Einsatzkräften vor Ort an, die die vorübergehende Einsatzleitung übernommen haben und diese nun übergeben. Dann wird Ad hoc die Gefahrensituation für die Einsatzkräfte selbst erfasst, um eine Gefährdung im Einsatz zu vermeiden und die Einsatzfähigkeit zu erhalten. Wenn nötig, muss also erst die Lage gesichert werden, um einen Einsatz zu ermöglichen. Nach der Erkundung vor Ort werden die nötigen Erstmaßnahmen festgelegt und die Einsatzkräfte koordiniert. Das mag für Außenstehende oder Betroffene ernüchternd wirken, wenn Einsatzkräfte vor Ort sind und nur “schauen”. Es ist aber absolut nötig und essentiell für einen reibungslosen Ablauf und eine zügige Sicherung und Rettung verunglückter Personen. 

Die zu rettenden Personen werden soweit nötig von einem Sichterteam in vier Sichtungskategorien eingeteilt. Wenn nicht unmittelbar genug Rettungskräfte vor Ort sind, um alle Personen zeitnah zu versorgen, werden die Personen entweder mit einer Farbkarte markiert oder digital erfasst und von Kategorie T1 (rot) = Sofortbehandlung bis T4 (blau) = Sterbebegleitung/ abwarten eingeteilt. Diese Einteilung ist dynamisch und wird mit dem Eintreffen weiterer Einsatzkräfte immer wieder aktualisiert. So soll sichergestellt werden, dass möglichst vielen Personen die bestmögliche Hilfe zur Verfügung gestellt wird. Je nach Lage werden weitere Einsatzkräfte oder Einsatzmittel nachgeordert und gegebenenfalls an einer Sammelstelle geparkt, um ad hoc darauf zugreifen zu können. 

Zwischen den Einsatzkräften (Polizei, Feuerwehr, Rettung) muss abgesprochen werden, wo die Patientensammelstelle ist, die Sanitätshilfsstelle, die Rettungsachse, der Standort der Einsatzleitung, die Sammelstelle für Unverletzte und der Warteraum. Nach der Koordination des Sicherns und der Rettung geht es um das Halten und Schützen des Ereignisses. Also die Beurteilung der Gefahrenlage, das Was, Wo und Wie, um die Einschätzung der Lage und der Entwicklung und die Koordination der notwendigen Maßnahmen, um die Gefahrenlage dann zu bewältigen und zu beenden. 

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Digitale Lösungen für die Einsatzführung

Noch heute sind viele Einsatzfahrzeuge mit einer Mappe für die vorläufige Einsatzführung ausgestattet, neben einer Warnweste, die den vorläufigen Einsatzleiter markiert, liegen vor allem ein Infoblatt und eine Checkliste bei, anhand derer die ersteintreffenden Einsatzkräfte die primären Maßnahmen (Lage, Absprachen, Gefahren, Erkunden) durchführen. Alle gesammelten Informationen werden über Funk, direkt vor Ort an die weiteren Einsatzkräfte und dann als Dokumente an die Einsatzleitung übergeben. Dabei kann es immer wieder zu Ungenauigkeiten und Informationsverlusten kommen. Digitale Lösungen für die Einsatzführung reichern die Informationslage deutlich an, können relevante Daten direkt im Zugriff bereitstellen und vermeiden Informationsverluste. 

Anbieter für digitale Lösungen für die Einsatzführung wie fireboard konzentrieren sich darauf eine Software anzubieten, die den Herausforderungen der Führungsunterstützungsgruppe gerecht wird. Es geht dabei um Bedienoberflächen, die eine schnelle Orientierung ermöglichen und eine zügige Erfassung relevanter Informationen. Vorteile entstehen dabei durch die Möglichkeit der automatischen Datenübernahme aus umgebenden Systemen, um l Schreibarbeit einzusparen. Alle erfassten Informationen, wie zum Beispiel zu Kräften- und Mitteln, Einsatzabschnitten und bekannten Einsatzstellen in der Flächenlage können für die unterschiedlichsten Verantwortlichen in aufgabenorientierten Übersichten dargestellt werden. Auch die Dokumentationsarbeit und das Berichtswesen sind bei digitaler Führungsarbeit durch automatische Tagebucheinträge stark vereinfacht und auf Knopfdruck erzeugt.

Lösungen für Großschadenslagen

Das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme widmet dem Thema der Planung und Einsatzführung innerhalb des Forschungsbereich Zivilschutz und Sicherheit Ressourcen und zeigt so, die Bedeutung für nachhaltige, effiziente Lösungen an dieser Stelle. Mit MobiKat zur Bewältigung von Großschadenslagen, iSand (Internet Social Analyser in Natural Disasters) und IDIRA (Interoperabilität in multinationalen Großschadenslagen) verfolgen sie drei Projekte bzw Lösungen.

 

Quellen:

https://www.ivi.fraunhofer.de/de/forschungsfelder/zivilschutz-und-sicherheit/planung-und-einsatzfuehrung.html

https://www.ivi.fraunhofer.de/content/dam/ivi/mobikat/de/Dokumente/PB_MobiKat-03-2021.pdf

https://www.youtube.com/watch?v=Mj_aCeNbQL0

https://www.feuerwehr-wissen.ch/wp-content/uploads/2019/02/Plakat-Einsatzf%C3%BChrung-thurgaufire.pdf

https://www.feuerwehr-wissen.ch/wp-content/uploads/2019/04/sechs-Absprachepunte_2019-01.pdf

https://www.feuerwehr-wissen.ch/wp-content/uploads/2019/04/Einsatzf%C3%BChrung_2018-07.pdf

https://feuerwehr-neuhausen.ch/fileupload/Leitfaden_Einsatzfuehrung.pdf

Fireboard – die Einsatzführungssoftware

blaulichtSMS – Feuerwehr Alarmierungs App

blaulichtSMS wurde 20 Jahre lang in direktem Kontakt mit Einsatzorganisationen entwickelt. Viele Funktionen konnten so speziell für den Einsatzalltag entwickelt und optimiert werden. Dank unserer zahlreichen Kunden aus unterschiedlichsten Bereichen ist blaulichtSMS das vielfältige und sichere Alarmierungssystem für mehr als 250.000 Nutzer.

Mit der blaulichtSMS-APP werden Sie sicher und zuverlässig alarmiert. Durch Funktionen wie die Überschreibung des Lautlos-Modus, Alarmierung auch ohne Internetverbindung, individuelle Tonauswahl und vieles mehr wird die Wahrnehmungssicherheit bei der Alarmierung gewährleistet.

Durch die intuitive Rückmeldefunktion haben Ihre Führungskräfte sofort einen Überblick über die verfügbaren Einsatzkräfte und können so vorab bereits mit der Einsatzplanung starten, ohne wertvolle Zeit zu verlieren.

Weitere Funktionen wie der Einsatzchat, die Text-to-Speech-Funktion und die Anzeige des Einsatzortes erleichtern Ihnen und Ihrer Mannschaft den Einsatzalltag

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